Kostümierter Fackelträger während des nächtlichen Escalade-Umzugs

Fête de l’Escalade · Genf

Die Nacht, in der Genf standhielt

Die Serie

Genf schläft, als in der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 1602 die Soldaten des Herzogs von Savoyen versuchen, seine Mauern überraschend zu erklimmen. Der Alarm breitet sich aus, die Glocken läuten und die Einwohnerinnen und Einwohner erheben sich, um die Stadt zu verteidigen. Mehr als vier Jahrhunderte später bringt die Fête de l’Escalade diese Episode zurück in die Strassen der Altstadt. Fackeln zeichnen die Silhouetten, Trommeln geben dem Zug den Takt und Kostüme verleihen dem 17. Jahrhundert erneut ein Gesicht. Reiter, Pikeniere und Arkebusiere ziehen in einer gemeinsamen Erzählung voran. Mein Blick richtet sich weniger auf die Inszenierung als auf das, was sie auslöst: die Konzentration vor dem Umzug, die Wärme einer Flamme auf einem Gesicht, die Anspannung eines Pferdes, den Übergang vom Lärm zur Stille. Hier bleibt die Geschichte nicht hinter Glas. Sie zieht durch Genf, getragen von jenen, die sie noch immer zum Leben erwecken.

Ort
Genf
Jahr
2022
Fotograf
Charles Garcia

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